Buchprojekt: Zeugen Jehovas

Bildnachweis: Das Beitragsbild wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz erzeugt (DALL-E)

Nach fast drei Jahren intensiver Arbeit freue ich mich, das Manuskript zu VON GRASFRESSENDEN LÖWEN finalisiert zu haben. Aus einer langen Zusammenarbeit mit Esther Gebhard ist eine eindrucksvolle Autobiografie entstanden, die tiefe Einblicke in das Leben innerhalb der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas gewährt.

Eine Suche mit wenig offizellen Spuren

Esther teilt in unserem Buch ihre persönlichen Erlebnisse und die prägenden Jahre, in denen die Doktrinen der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas ihr Leben bestimmten. Für die Arbeit durfte ich auf ein wahres Universum aus Erinnerungen, Traumen und Schicksalsschlägen zurückgreifen. Erstaunlicherweise stellte ich fest, dass ich, wenn ich über die Organisation der Zeugen Jehovas recherchierte, wenig sachliche Informationen fand. Selbst im Internet gibt es nur wenig neutralen Input. Auch Fachliteratur ist eher selten. Das erstaunte mich.

Wer sind die Zeugen Jehovas?

Im Jahr 1870 gründete Charles Taze Russell einen Bibelkreis, weil ihn einzelne Lehren seiner Kirche irritierten. Er studierte die Bibel intensiv und entwickelte eine Faszination für die Geschichten über die Endzeit. Zeugen Jehovas sammeln diese unter dem Begriff „Harmagedon“.

Aus diesem Bibelkreis entstand die „Internationale Vereinigung Ernster Bibelforscher“, der Vorläufer der heutigen Zeugen Jehovas.

In Deutschland zählte die Gemeinschaft bis 2001 über 190.000 aktive Mitglieder. Diese Zahlen spiegeln die weitreichende Präsenz und den Einfluss der Zeugen Jehovas wider, doch die inneren Mechanismen und der persönliche Einfluss auf die Mitglieder bleiben im Verborgenen.

Deshalb ist unser Buch so wichtig und eine Bereicherung für unsere Gesellschaft. Esther gewährt Einblicke in einen Alltag, der geprägt von Angst und Leid war. Leser und Leserinnen erfahren die Welt dieser religiösen Gemeinschaft jenseits des Bekannten.

Informationen zum Manuskript VON GRASFRESSENDEN LÖWEN

  • Autobiografie mit Sachteil
  • 2 Erzähl-Ebenen
  • Info-Boxen mit tiefergehenden Informationen
  • 252 Seiten
  • Folgebuch möglich

Sollten Sie Interesse an dem Buch haben, wenn Sie sich bitte an:

Esther Gebhard, 0171 61 62 303, info@esthergebhard.de

Auszug aus Manuskript

„Es ist ein milder Novembermorgen, nebelig und frühlingshaft. Dieser November, so das Radio, ist einer der drei wärmsten Novembermonate seit 1881. Mein Wintermantel liegt zu Hause. Ich trage Turnschuhe, Jeans und einen schwarzen Pullover. Heute ist mein neununddreißigster Geburtstag und vielleicht mein Todestag.“Es ist ein milder Novembermorgen, nebelig und frühlingshaft. Dieser November, so das Radio, ist einer der drei wärmsten Novembermonate seit 1881. Mein Wintermantel liegt zu Hause. Ich trage Turnschuhe, Jeans und einen schwarzen Pullover. Heute ist mein neununddreißigster Geburtstag und vielleicht mein Todestag.
Die Finger klammern sich an das Lenkrad. Mein Halt für die nächsten zwei Stunden. Ich folge mit Mühe der Route nach Oberstdorf. Die Angst, meine Töchter und mein Mann könnten mit mir und wegen mir und meinem Vorhaben in der von Gott losgetretenen Endzeitschlacht „Harmagedon“ sterben, ist groß. In „Harmagedon“ sterben die Menschen, die nicht an Gott und seine Organisation glauben, nicht nach ihren Maßstäben leben und sich nicht fügen. Ich füge mich nicht seit neunzehn Jahren, wenn auch nur mit meiner Abwesenheit in der Gemeinschaft. Dennoch üben die Lehren der Zeugen Jehovas Kontrolle über meinen Verstand aus. Ich flüchtete aus den Tiefen der Organisation, gleichwohl sie mein Innerstes ausfüllte. Unablässig. Die in Kindertagen begonnene Gedankenkontrolle funktioniert einwandfrei. Ich möchte die Zeugen Jehovas und ihre furchteinflößende Religion loswerden, mich von ihnen befreien. Deswegen gehe ich in eine Klinik. Freiwillig.“

Alle Rechte liegen bei den Autoren Esther Gebhard & Lolita Büttner

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